Zeitreise durch 5 Jahrhunderte

Die Schüler der 7. Klassen unternahmen am 21. Juni eine Zeitreise, rund 1000 Jahre zurück, ins Mittelalter. Dieses Jahr spielte auch Petrus mit und der Besuch des Geschichtspark Bärnau-Tachov fand bei schönstem Wetter statt.
In fachkundigen Führungen streiften sie 500 Jahre Alltagsgeschichte, angefangen mit einem frühmittelalterlichen slawischen Dorf, das den Schülern besonders deutlich vor Augen führte, wie einfach, aber hart das Leben der Menschen im Mittelalter war. Ein fensterloser Raum mit gestampftem Boden für die ganze Familie, nicht mal ein eigenes Bett – heute in Deutschland unvorstellbar. Die Schüler erfahren außerdem, wie die Menschen damals ihre Religion praktizierten, nämlich die Verehrung der Götter in der Natur und auch, wie man durch experimentelle Archäologie im Geschichtspark zu neuen Erkenntnissen über die Bauweise gelangt.
Den auch wortwörtlichen Höhepunkt für die Schüler bildete die hochmittelalterliche Turmhügelburg aus dem 11. Jahrhundert, „Motte“ genannt, die die Schüler begeistert erklommen.
Gleich daneben, im Schutz der Burg, befindet sich eine einfache hölzerne Kirche, die zeigt, dass damals nicht nur neue Herren das Land eroberten, sondern auch eine neue Religion, das Christentum verbreiteten.
Den Abschluss bildete eine hochmittelalterliche Siedlung. Handwerkshäuser, wie die Schmiede mit großem Blasebalg und die dem 13. Jahrhundert nachempfundene Herberge aus Fachwerk zeigen den Fortschritt der damaligen Zeit. Diese „Schenke“ mag so wohl wirklich einmal in dieser Gegend gestanden haben, da die Reisenden auf der Goldenen Straße von Nürnberg nach Prag hier in Bärnau Halt machten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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